Die Bibliser Gurkenfrau

Die Großgemeinde Biblis im südhessischen Ried war früher für seinen
Gurkenanbau bekannt. Um an diese Zeit zu erinnern steht ein Bronzefigur
vor dem alten Rathaus. Die Gurkenfrau, mit Kind und einem Korb voller Gurken.

- Illustration mit Rapidograph auf edlem Naturpapier
- handgeschnittenes Passepartout 35 x 45 mm
- Rahmengröße 175 x 175 mm

In Biblis hat die Gurke Tradition, die mindestens bis zum Jahr 1880 zurückreicht.
Die Bibliserin Katharia Reis betrieb damals gemeinsam mit ihrem Mann Philipp eine
kleine Landwirtschaft. Im besagten Jahr überredete Katharina Reis ihren Mann,
Gurken über den Eigenbedarf hinweg anzubauen und diese auf dem Wochenmarkt
in Worms anzubieten. Es funktionierte. Bald spezialisierten sich die Bauern von Biblis
auf den Anbau von Gurken und machten die Gemeinde zur Gurkenmetropole, in die
Händler von weither strebten. Um das Jahr 1900 herum wurde auf 350 Morgen Land
um Biblis geerntet, was einen Gesamtertrag von 20 Millionen Gurken ergab.
Gurkenfabriken eröffneten in Biblis und exportierten sogar ins Ausland. An die Anfänge
sollen die Bronzefiguren von Künstler Marek Zalewski vor dem Alten Rathaus erinnern.
Lange gehörte die Gurke fest zu Biblis, in den 1950er und 60er Jahren ließ das Geschäft
allerdings nach. Heute gibt es nur noch eine Gurkeneinlegerei in der Gemeinde.

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